Der Biber in Hamburg

Der Biber in Hamburg. Foto Axel Jahn

Lange galten Biber in fast ganz Deutschland als ausgestorben. Heute steht fest: Der Elbe-Biber ist zurück in Hamburg. Die Stiftung Lebensraum Elbe unterstützt das Projekt und damit den Schutz des Bibers und seiner Lebensräume.

Von der Mittelelbe in Sachsen-Anhalt kommend, erweiterte er sein Revier und hat es nun sogar über das Wehr in Geesthacht und die Tideelbe in Hamburgs Elbnebengewässer geschafft.

Wo Biber leben, entsteht eine Vielfalt an Lebensräumen. Mit seinem Bau von Burgen und Dämmen werden Gewässer lebendig und strukturreich – wichtig auch für viele weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Es entstehen beruhigte Wasserzonen, die Laichplätze für Fische, aber auch ein Lebensraum für zahlreiche Amphibien, Libellen und andere Insekten sind.

Das Biberprojekt setzt sich für die in Hamburg lebenden Biber ein und arbeitet für ein erfolgreiches Miteinander von Tier und Mensch. Nicht nur die regelmäßige Bestandserfassung sondern auch die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zum Thema Biber und seinem Lebensraum sind Ziel des Projekts.

Wie kommt der Biber mit dem Tideeinfluss zurecht?

2010 wurde der erste Biber in Hamburg gesehen. 2016 wurden schon sieben Biberburgen gezählt: auf der Elbinsel Wilhelmsburg, in den Vier- und Marschlanden oder an der Alten Süderelbe.

Regelmäßige Kartierungen sichern das Wissen über die Verbreitung des Bibers in den Elbnebengewässern. Zusätzlich tragen ehrenamtliche Biberrevierbetreuer mit ihren Beobachtungen und Informationen zum besseren Verständnis des Bibers bei.

Besonders im Blick haben die Biberexperten den Biber im Naturschutzgebiet "Borghorster Elblandschaft": Hier wurden durch die Öffnung des Deichs 2016 neue Flächen unter Tideeinfluss gesetzt. Wie sich der Biber verhält, wenn sich sein Revier täglich durch Ebbe und Flut verändert, wird nun genauestens beobachtet.

Der Biber in der Öffentlichkeit

Wichtiger Bestandteil des Projekts ist es, das Thema Biber in die Schulen zu bringen. Dafür wurden Unterrichtseinheiten entworfen, die nun praktisch umgesetzt werden. Eine Wanderausstellung ergänzt das Bildungsangebot: Sie wird der Öffentlichkeit in Schulen, Behörden, Infohäusern und vielen weiteren Orten präsentiert. Durch zahlreiche Führungen, Vortäge und sogar Kanu-Touren macht das Projekt auf den Biber und seinen Lebensraum aufmerksam und erzielt so größere Akzeptanz für den Nager in der Öffentlichkeit.

Hier geht es zum Flyer des Biberprojekts.

Projektträger: Loki Schmidt Stiftung