Das Elbinselufer natürlicher gestalten

Baggerarbeiten an der Rhinplate. Foto Ines Höpner-Nottorf, Superurban.

Vor Glücksstadt liegt die Elbinsel Rhinplate: ehemals eine natürliche Sandbank, wurde sie später aufgespült und gut befestigt. Eine durchgängige Befestigung bis zur mittleren Tidehochwasserlinie ist jedoch nicht erforderlich. Die Stiftung Lebensraum Elbe förderte die im September 2015 umgesetzten Deckwerksabsenkungen auf der Elbinsel.

Die Rhinplate ist Naturschutzgebiet und mit Röhrichten, stellenweise auch mit Weidenauenwald bewachsen. Sie wird nicht genutzt und darf grundsätzlich nicht betreten werden. Die am westlichen Ufer der Elbinsel gelegene massive Steinschüttung war in ihrer ursprünglichen Höhe nicht an allen Stellen notwendig. Durch Absenkung des Deckwerks an 5 Stellen wurden Voraussetzungen für dynamischere Uferstrukturen geschaffen. Das Wasser kann sich nunmehr wieder seinen Weg durch das Röhricht bahnen und so neue Priele ausbilden - trotzdem bleibt die Insel stabil und kann ihre auch für die Schifffahrt relevanten Funktionen auch weiterhin erfüllen.

Der Vorteil für die Pflanzen- und Tierwelt auf der Elbinsel: Durch die neu geschaffenen Strukturen werden Fische, Ringelwürmer, Kleinkrebse & Co. auf der Elbinsel neue Lebensräume finden können.

Projektträger: Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA HH)

Ziele der Maßnahme:

  • Verbesserung der Voraussetzungen für die Herausbildung einer ästuartypischen Uferdynamik
  • Entwicklung einer natürlicheren Vegetationszonierung im Übergangsbereich von Land und Wasser
  • Entwicklung einer naturnäheren Uferstruktur hinter dem Deckwerk mit Sandwatt, Röhricht und Hochstaudenflur

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Teilweise Umsetzung der Maßnahme FR 4.26 HH/SH: Rhinplate - Naturnähere Gestaltung des Ufers