Ein ehemaliges Stück Tideelbe

Alte Süderelbe. Foto HPA

Einseitige, zweiseitige oder dreiseitige Anbindung? Oder lieber doch ein wertvolles Stillgewässer? Mit einer umfassenden Studie möchte die Stiftung Lebensraum Elbe einen grundlegenden Beitrag zur jahrzehntelangen Diskussion leisten.

Im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen nach der Sturmflut 1962 wurde die Alte Süderelbe vom Hauptstrom getrennt und dem Einfluss der Gezeiten entzogen. Sie hat sich zu einem vielfältigen Binnengewässer entwickelt.

Seit Jahren werden verschiedene Möglichkeiten einer Wiederanbindung der Alten Süderelbe an das Tidegeschehen von den unterschiedlichsten Akteuren diskutiert. Einige erhoffen sich davon einen Beitrag zu einer natürlicheren Tidedynamik in der Tideelbe selbst. Für andere liegt hierin die Chance, Flachwasserzonen und einen Fischbypass in der sauerstoffkritischen Zeit rund um und im Hamburger Hafen zu schaffen. Auch die Erweiterung des Habitatverbunds für den vom Aussterben bedrohten Schierlings-Wasserfenchel und die Entwicklung von seltenen Süßwassertideauenwäldern werden als Ziele genannt. Ebenso wird die Auffassung vertreten, dass der jetzige Zustand der Alten Süderelbe ökologisch wertvollere Lebensräume bietet als sie durch eine Anbindung wieder geschaffen würden.

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte die Diskussion voranbringen: Eine Studie, die alle fachlichen und planerischen Grundlagen, die bisher erarbeitet wurden, berücksichtigte, untersuchte und bewertete verschiedene Handlungsoptionen. In die Betrachtungen einbezogen wurden auch die Auswirkungen auf den Menschen und die Nutzungen im Gebiet.

Möchten Sie es genauer wissen? Hier finden Sie das Gutachten und den Anhang zum Gutachten.

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Maßnahme FR 2.1 HH/SH: Ökologischer Hafen-Bypass Alte Süderelbe