Ein Pilotprojekt für Lühesand

Lühesand. Foto SLE

Am Südufer der Elbinsel Lühesand soll die massive Steinschüttung abgesenkt werden – und so der Tier- und Pflanzenwelt der Insel der direkte Kontakt zum Wasser zurückgegeben werden. Eine natürliche Zonierung der Ufervegetation sowie für einen Tidefluss typische Pionierstandorte sollen sich hier wieder entwickeln können.

Das Ufer der Elbinsel Lühesand ist ringsum durch Steinschüttungen gesichert. Auf der Seite der Lühesander Nebenelbe ist ein harter Uferverbau aber nicht überall erforderlich. Die Stiftung Lebensraum Elbe plant in enger Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA HH) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) eine Absenkung des Deckwerks zunächst auf einer Pilotstrecke von gut 200 Metern. Bereits 2013 ließ sie für Lühesand eine Projektskizze erstellen, die Uferbereiche aufzeigt, an denen die Steinschüttung zurückgebaut werden könnte.

Das Projekt auf Lühesand wird intensiv gemonitort. Bereits jetzt wurden beispielsweise anhand einer Drohnenbefliegung die genauen Höhenlagen ermittelt und die Verteilung der Vegetation auf der Insel kartiert.

Ob eine Umsetzung der Propjektskizze erfolgen kann, wird zur Zeit geprüft. Durch die enge Zusammenarbeit erwarten die drei Projektbeteiligten wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Maßnahmen an der Tideelbe.

 

Ziele der Maßnahme:

  • Verbesserung der Voraussetzungen für die Herausbildung einer ästuartypischen Uferdynamik
  • Förderung einer strukturreichen Ufervegetation
  • Entwicklung einer natürlichen Vegetationszonierung im Übergangsbereich von Land und Wasser

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • NI 3.8: Maßnahmen zur Förderung von naturnahen Ufern mit Tideröhrichten und feuchten Uferstaudenfluren
  • NI 3.9: Zulassen des Entstehens und Wiederherstellung von Pionierstandorten im Vorland und auf den Elbinseln