Kleingewässer auf der Elbinsel Neßsand schaffen

Dünenlandschaft auf Neßsand. Foto SLE

Neßsand ist bereits ein wichtiger Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Um ihn noch vielfältiger zu gestalten, untersucht die Stiftung Lebensraum Elbe, ob hier auch wertvolle Kleingewässer geschaffen werden können.

Weiher, Tümpel oder feuchte Senken sind charakteristische Bestandteile jeder intakten Flussaue. Manchmal auch nur zeitweilig wasserführend, bieten sie Lebensräume für Amphibien, Kleinlebewesen, Libellen oder andere Insekten. Solche Kleingewässer waren früher auch selbstverständlich für die Auen der Tideelbe. Infolge von Vordeichungen oder Nutzungen der Ufer sind sie heute jedoch vielerorts verschwunden.

Eine Untersuchung der Stiftung Lebensraum Elbe zeigte, dass es möglich ist, auch auf der Elbinsel Neßsand Kleingewässer wieder neu zu entwickeln. Geprägt von Auwald, Röhrichten, Schlickwatten, aber auch Trockenrasen und Sanddünen gehört die vom Menschen aufgespülte Elbinsel bereits zu den besonderen Naturschätzen der Tideelbe. Bei der damaligen Modellierung der Fläche ist die Anlage von Kleingewässern jedoch vergessen worden.

Die Stiftung Lebensraum Elbe bereitet zur Zeit vor, die Kleingewässer wieder anzulegen. Dabei wird sie auch den standortfremden Sanddorn roden und so ästuartypische Teillebensräume schaffen, die bislang auf der Insel fehlen.

 

 

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

„Erhaltung und Wiederherstellung von Prielstrukturen und zeitweilig wasserführenden Kleingewässern“ ist Ziel mit besonderer Bedeutung für die terrestrische, tidebeeinflusste Landschaftszone (IBP, S. 49).