Ein neuer Priel für Kirchwerder?

Das Elbvorland bei Kirchwerder im Hamburger Bezirk Bergedorf: Foto SLE

Weite Teile des Elbufers zwischen Hamburg und Geesthacht sind massiv mit Steinen befestigt. Von einer besseren Vernetzung von Wasser und Land würden Tiere und Pflanzen profitieren. Eine naturnähere Gestaltung der oberen Tideelbe ist der Stiftung Lebensraum Elbe daher ein besonderes Anliegen. Ob dies im Elbabschnitt bei Kirchwerder möglich ist, untersucht die Stiftung im Rahmen einer Studie.

Am Hower Hauptdeich im Hamburger Bezirk Bergedorf weitet sich das Elbvorland auf. Es wird hier nicht landwirtschaftlich genutzt, Röhrichte und Reste von Auwaldstrukturen säumen das Elbufer. Ob und wie dieses Vorland besser mit der Elbe verbunden werden kann, untersucht die Stiftung Lebensraum Elbe im Rahmen einer Studie. In Frage kommt zum Beispiel die Anlage eines Priels, der Elbfischen und anderen aquatischen Organismen zusätzlichen Lebensraum bieten würde. Ebenso könnten verschiedenste Pflanzen, vielleicht auch der Schierlings-Wasserfenchel, hier eine Heimat finden. Möglicherweise kann auch ein flacher Tümpel angelegt werden, von dem Amphibien, Libellen und andere Insekten profitieren.

Die Studie der Stiftung Lebensraum Elbe soll im Frühjahr 2019 vorliegen.

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • A 4.4 HH/SH: Entwicklung / Reaktivierung von Prielsystemen
  • „Erhaltung und Wiederherstellung von Prielstrukturen und zeitweilig wasserführenden Kleingewässern“ ist Ziel mit besonderer Bedeutung für die terrestrische, tidebeeinflusste Landschaftszone (IBP, S. 49).