Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Stiftung Lebensraum Elbe

Wie ist die Stiftung Lebensraum Elbe entstanden?

Die Stiftung Lebensraum Elbe wurde am 11.05.2010 von der Hamburgischen Bürgerschaft mit dem „Gesetz über die Stiftung Lebensraum Elbe“ gegründet.

Welche Ziele hat die Stiftung Lebensraum Elbe?

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte den ökologischen Zustand der Tideelbe und ihrer Nebengewässer verbessern, die natürliche Vielfalt bewahren und die einzigartigen Lebensräume der Flusslandschaft stärken. Die Tideelbe ist der etwa 148 km lange gezeitenbeeinflusste Abschnitt der Elbe, der vom Wehr in Geesthacht bis zur Mündung in die Nordsee reicht.

Wer entscheidet, welche Maßnahmen umgesetzt und welche Projekte gefördert werden?

Das entscheidet der elfköpfige Stiftungsrat der Stiftung Lebensraum Elbe. Dieser, und das ist das Besondere, ist paritätisch besetzt: Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg vorgeschlagen werden und fünf Vertretern der Naturschutzverbände. Hinzu kommt die Stiftungsratsvorsitzende, die weder der Umwelt- noch der Wirtschaftsseite angehören darf. Das Know-how aus Wirtschaft und Naturschutz wird hier vereint, um den ökologischen Zustand der Tideelbe zu verbessern.

Wie viel Geld steht der Stiftung Lebensraum Elbe zur Verfügung und woher stammen die Mittel?

Das Grundstockvermögen der Stiftung beträgt derzeit rund 20,6 Mio. Euro (Stand April 2022). Für die Realisierung von Maßnahmen und Projekten stehen der Stiftung aktuell jährlich etwa 3,0 Mio. Euro zur Verfügung.

Wie steht die Stiftung Lebensraum Elbe zur Elbvertiefung?

Durch die paritätische Zusammensetzung des Stiftungsrates ist die Neutralität der Stiftung in strittigen Punkten wie der Elbvertiefung gewahrt.

Soll die Stiftung Lebensraum Elbe mit ihren Maßnahmen Auswirkungen der Elbvertiefung ausgleichen?

Nein. Bei den von der Stiftung Lebensraum Elbe geförderten oder initiierten Maßnahmen und Projekten handelt es sich grundsätzlich um zusätzliche Maßnahmen, für die keine gesetzliche oder sonstige Verpflichtung besteht.

Kann ich mir die umgesetzten Projekte der Stiftung Lebensraum Elbe anschauen?

Prinzipiell ja, allerdings hängt das von den jeweiligen Projekten und Maßnahmen selbst ab.

Gut zu besichtigen sind z.B. die von  der Stiftung angelegte neue Feuchtwiese in Wittenbergen, die Priele bei Obergeorgswerder, am Wrauster Bogen, in Kirchwerder-Sande, die Vogelinseln in der Seeveniederung, die Auwaldpflanzung an der Bunthäuser Spitze oder unser Luhe-Projekt. Unsere Deckwerksabsenkung im Holzhafen ist nur bei Niedrigwasser sichtbar.

Die Baumaßnahmen im Rahmen unseres Projekts "Wilde Insel Pagensand" in Spätsommer 2022 werden aufgrund der schelchten Zugangsmöglichkeiten nicht zu besichtigen sein. Für unser Projekt auf dem Rönner Werder finden derzeit nur Kartierungen statt. Es könnte sein, dass Sie bei einem Spaziergang den Kartierern bei ihrer Arbeit begegnen.  

Bei den Projekten auf der Rhinplate und bei Juelssand gibt es keinen Zugang zum Ufer. Wegen des generellen Betretungsverbots sind Maßnahmen auf Neßsand und die abgesenkten Deckwerke in Schweenssand nicht zu besichtigen.

Deshalb dokumentieren wir unsere Maßnahmen ausführlich durch Videos, die in unserer Mediathek zu finden sind. Auch die Fotos auf den Projektseiten unserer Homepage geben einen ausführlichen Überblick über unsere Arbeit.  

Kann man der Stiftung Lebensraum Elbe spenden?

Ja, wir freuen uns über jede Spende! Sie können entweder für ein  spezifisches Projekt oder für die Arbeit der Stiftung Lebensraum Elbe spenden. Näheres finden sie hier: Spenden.

Stand: April 2022