Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Stiftung Lebensraum Elbe

Wie ist die Stiftung Lebensraum Elbe entstanden?

Die Stiftung Lebensraum Elbe wurde mit dem „Gesetz über die Stiftung Lebensraum Elbe“ vom 11.05.2010 gegründet.

Welche Ziele hat die Stiftung Lebensraum Elbe?

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte den ökologischen Zustand der Tideelbe und ihrer Nebengewässer verbessern, die natürliche Vielfalt bewahren und die einzigartigen Lebensräume der Flusslandschaft stärken. Die Tideelbe ist der etwa 148 km lange gezeitenbeeinflusste Abschnitt der Elbe, der vom Wehr in Geesthacht bis zur Mündung in die Nordsee reicht.

Wer entscheidet, welche Maßnahmen umgesetzt und welche Projekte gefördert werden?

Das entscheidet der elfköpfige Stiftungsrat der Stiftung Lebensraum Elbe. Dieser, und das ist das Besondere, ist paritätisch besetzt: Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg vorgeschlagen werden und fünf Vertretern der Naturschutzverbände. Hinzu kommt die Stiftungsratsvorsitzende, die weder der Umwelt- noch der Wirtschaftsseite angehören darf. Das Know-how aus Wirtschaft und Naturschutz wird hier vereint, um den ökologischen Zustand der Tideelbe zu verbessern.

Wie viel Geld steht der Stiftung Lebensraum Elbe zur Verfügung und woher stammen die Mittel?

Das Grundstockvermögen der Stiftung beträgt derzeit rund 13,0 Mio. Euro (Stand Sept. 2018). Für die Realisierung von Maßnahmen und Projekten stehen der Stiftung jährlich etwa 2,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Wie steht die Stiftung Lebensraum Elbe zur Elbvertiefung?

Durch die paritätische Zusammensetzung des Stiftungsrates ist die Neutralität der Stiftung in strittigen Punkten wie der Elbvertiefung gewahrt.

Soll die Stiftung Lebensraum Elbe mit ihren Maßnahmen Auswirkungen der Elbvertiefung ausgleichen?

Nein. Bei den von der Stiftung Lebensraum Elbe geförderten oder initiierten Maßnahmen und Projekten handelt es sich grundsätzlich um zusätzliche Maßnahmen, für die keine gesetzliche oder sonstige Verpflichtung besteht.

Kann ich mir die umgesetzten Projekte der Stiftung Lebensraum Elbe anschauen?

Prinzipiell ja, allerdings hängt das von den jeweiligen Projekten und Maßnahmen selbst ab.

Gut zu besichtigen sind z.B. die von  der Stiftung angelegte neue Feuchtwiese in Wittenbergen oder die beiden Priele bei Obergeorgswerder. Der durch die Beseitigung der Fischfalle entstandene offene Priel am Wrauster Bogen ist vom Warwischer Hauptdeich aus bei Niedrigwasser gut zu sehen. Unser Projekt im Holzhafen, wo die Stiftung das Ufer von den Deckwerkssteinen befreit hat, ist ebenfalls nur bei Niedrigwasser sichtbar.

Mitverfolgt werden können Umsetzungen der beiden sich noch in der Planung befindlichen Baumaßnahmen am Wrauster Bogen und an der Luhe. Die Bauarbeiten werden in beiden Fällen vom Deich aus gut zu sehen sein. Die Bauarbeiten am Wrauster Bogen werden voraussichtlich im Sommer 2019 durchgeführt, die an der Luhe voraussichtlich im Winter 2019/2020.

Bei den Projekten auf der Rhinplate und bei Juelssand gibt es keinen Zugang zum Ufer. Wegen des generellen Betretungsverbots sind die von uns angelegten Teiche und Tümpel auf Neßsand und die abgesenkten Deckwerke in Schweenssand nicht zu besichtigen

Deshalb dokumentieren wir unsere Maßnahmen ausführlich durch Videos, die in unserer Mediathek zu finden sind. Auch die Fotos auf den Projektseiten unserer Homepage geben einen ausführlichen Überblick über unsere Arbeit.