Schwung für die Luhe!

Auwald an der Luhe. Foto: LK Harburg.

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte den Lebens- und Erholungsraum Luhe stärken. Kern des Projekts sind die Verlängerung des Luhelaufs und die Entwicklung von vielfältigen Tidelebensräumen. Es wird sich eine Flusslandschaft entwickeln, die auch einen hohen Erlebniswert hat. Kulturlandschaft und Naturlandschaft werden eng miteinander verzahnt.

Aktuelles

7. Dezember 2019, 11 Uhr: Öffentliche Baustellenbegehung. Bitte melden Sie sich an unter info@stiftunglebensraumelbe.de. Wir teilen den Treffpunkt per mail nit. 

16. November, 16-18 Uhr, Stadthalle Winsen: "Wasserklänge - Konzert für die Luhe" in Kooperation mit der Musikschule Winsen e.V. und dem Landkreis Harburg.

10. November, 11 Uhr: Öffentliche Baustellenbegehung. Ausgebucht.

9. September 2019: Baubeginn. Fotos von den Bauarbeiten:

  • Reh
  • Prielande
  • Luftbild von der nördlichen Baustelle
  • Bodenfraktion auf der Baustelle
  • Neues Kleingewässer im südlichen Teil des Baugebiets
  • Kleingewässer im Bau
  • Dauerregen: Die Baustelle ist überschwemmt.
  • Temporäre Brücke über die Luhe
  • Schwertransport: Die Brücke wird geliefert

Das Projekt 

Die Luhe-Niederung steht unter dem Einfluss von Ebbe und Flut. Sie ist seit 2014 Naturschutzgebiet. Ihr ökologischer Zustand weist jedoch Defizite auf: Die Luhe wurde stark begradigt, ausgebaut und zum Teil befestigt. 

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte die natürliche Vielfalt und die Flussdynamik der Luhelandschaft fördern. Hierzu wird der Fluss auf einer Länge von etwa etwa 770 m naturnah gestaltet. Um dies zu erreichen, wird eine frühere Mäanderschleife wieder an die Luhe angebunden und ein neuer, mäandrierender Flussabschnitt gebaut. Kleingewässer werden angelegt und tidebeeinflusste Auenlebensräume, wie Priele und Wattflächen, neu entwickelt. Totholz und Kiesrauschen werden als Strukturen für Fische und Kleinstlebewesen in die Luhe eingebracht. Dort, wo Steinbefestigungen am Ufer der Luhe überflüssig sind, werden sie entfernt, wo jedoch Privateigentum geschützt werden muss, wird das Ufer stärker befestigt, um es vor Erosion zu schützen.

Der Hochwasserschutz wird durch großzügige Abstände zum Deich gewährleistet. An einer Stelle, an der bereits jetzt Erosion in einem Seitengraben in Deichnähe zu beobachten ist, werden Befestigungen eingebaut, die weitere Erosion verhindern werden. Reste der derzeitigen Luhe bleiben als Altwässer erhalten, die bei hohen Wasserständen für einen schnellen Wasserabfluss sorgen.

Hierdurch

  • verbessern sich die Lebensbedingungen für die Arten im Fließgewässer, z. B. für Meerforelle, Steinbeißer oder Fischotter,

  • profitiert die Ufervegetation,

  • finden auch Amphibien und Libellen ein neues Zuhause,

  • finden Vögel neue Nahrungsräume,

  • wird die Selbstreinigungskraft des Wassers verbessert,

  • verbessert sich das Stadtklima,
  • wird der stadtnahe Erholungsraum Luhe sichtbar aufgewertet.

Die Grünlandbewirtschaftung soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Die Maßnahmen entsprechen den Zielen der Naturschutzgebietsverordnung.

Verschiendenste Tier- und Pflanzenarten werden vom Luhe-Projekt profitieren:

  • Fischotter
  • Storch
  • Teichfrosch
  • Sumpfdotterblume
  • Bekassine
  • Biber

Möchten Sie mehr wissen? Hier finden Sie unseren Flyer und unser Poster zum Projekt.

Die Konzeption des Projekts basiert auf unserer Machbarkeitsstudie zur Ilmenau Luhe-Niederung.

 

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Umsetzung der Maßnahme 3.3 NI: Erhaltung und Wiederherstellung von Flachwasserbereichen
  • Umsetzung der Maßnahme 3.6 NI: Förderung der Auwaldentwicklung
  • Umsetzung der Maßnahme 3.7 NI: Förderung/Schaffung von Prielsystemen
  • Umsetzung der Maßnahme 3.8 NI: Förderung von naturnahen Ufern mit Tideröhrichten und feuchten Uferstaudenfluren
  • Umsetzung der Maßnahme 3.14 NI: Erhaltung und Wiederherstellung der Durchgängigkeit in die Elbnebengewässer