Schwung für die Luhe!

Auwald an der Luhe. Foto: LK Harburg.

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte den Lebens- und Erholungsraum Luhe stärken. Kern des Projekts sind die Verlängerung des Luhelaufs und die Entwicklung von vielfältigen Tidelebensräumen. Es wird sich eine Flusslandschaft entwickeln, die auch einen hohen Erlebniswert hat. Kulturlandschaft und Naturlandschaft werden eng miteinander verzahnt.

Um dies zu erreichen, wird eine frühere Mäanderschleife wieder an die Luhe angebunden und ein neuer, mäandrierender Flussabschnitt gebaut. Insgesamt wird die Luhe auf etwa 770 Meter Länge naturnah gestaltet. Kleingewässer werden angelegt und tidebeeinflusste Auenlebensräume, wie Priele und Wattflächen, neu entwickelt. Totholz und Kiesrauschen werden als Strukturen für Fische und Kleinstlebewesen in die Luhe eingebracht. Dort, wo Steinbefestigungen am Ufer der Luhe überflüssig sind, werden sie entfernt, wo jedoch Privateigentum geschützt werden muss, wird das Ufer stärker befestigt, um es vor Erosion zu schützen.

Der Hochwasserschutz wird durch großzügige Abstände zum Deich gewährleistet. An einer Stelle, an der bereits jetzt Erosion in einem Seitengraben in Deichnähe zu beobachten ist, werden Befestigungen eingebaut, die weitere Erosion verhindern werden. Reste der derzeitigen Luhe bleiben als Altwässer erhalten, die bei hohen Wasserständen für einen schnellen Wasserabfluss sorgen.

Hierdurch

  • verbessern sich die Lebensbedingungen für die Arten im Fließgewässer, z. B. für Meerforelle, Steinbeißer oder Fischotter,

  • profitiert die Ufervegetation,

  • finden auch Amphibien und Libellen ein neues Zuhause,

  • finden auch Vögel neue Nahrungsräume,

  • wird die Selbstreinigungskraft des Wassers verbessert,

  • wird der stadtnahe Erholungsraum Luhe sichtbar aufgewertet.

Die Grünlandbewirtschaftung soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Die Maßnahmen entsprechen den Zielen der Naturschutzgebietsverordnung.

Stand September 2019:

Die Bauarbeiten haben begonnen.

 

  • Die grünen Ufer der Luhe stellen einen einzigartigen Tidelebensraum dar
  • Die Vegetation im Auenlebensraum ist typisch für einen tidebeeinflussten Lebensraum
  • Auengebüsch an einem tidebeeinflussten Nebengewässer der Luhe
  • Eine große Gruppe interessierter Menschen besucht eine Informationsveranstaltung zu den Baumaßnahmen, die an der Luhe durchgeführt werden sollen
  • Die geplante Baumaßnahme ändert die Flussrichtung der Luhe
  • Der Auwald in der Ilmenau-Luhe-Niederung besteht einigen Bäumen, Sträuchern und Farnen

Möchten Sie mehr wissen? Hier finden Sie unseren Flyer und unser Poster zum Projekt.

 

Die Konzeption des Projekts basiert auf unserer Machbarkeitsstudie zur Ilmenau Luhe-Niederung.

 

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Umsetzung der Maßnahme 3.3 NI: Erhaltung und Wiederherstellung von Flachwasserbereichen
  • Umsetzung der Maßnahme 3.6 NI: Förderung der Auwaldentwicklung
  • Umsetzung der Maßnahme 3.7 NI: Förderung/Schaffung von Prielsystemen
  • Umsetzung der Maßnahme 3.8 NI: Förderung von naturnahen Ufern mit Tideröhrichten und feuchten Uferstaudenfluren
  • Umsetzung der Maßnahme 3.14 NI: Erhaltung und Wiederherstellung der Durchgängigkeit in die Elbnebengewässer