Pepp für die Schlinz

Die Schlinz. Foto Gerwin Obst

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte die "Schlinz", ein langer Priel im Naturschutzgebiet Altengammer Elbwiesen, naturnäher gestalten. Gleichzeitig möchte sie hier die Verbindung der Elbe mit ihrer Aue verbessern. Eine Machbarkeitsstudie zeigt hierzu Möglichkeiten auf. Sie soll nun umgesetzt werden. 

Die Schlinz fließt durch die Elbwiesen bei Altengamme im Hamburger Bezirk Bergedorf. Trotz ihrer Lage im Naturschutzgebiet ist sie mit Steinen befestigt und zum Teil verrohrt. Auch die Mündung eines benachbarten Priels in die Elbe ist mit einer massiven Steinschüttung verbaut. Eine gute Vernetzung von beiden Gewässern mit der Elbe und ihrer Aue ist dadurch unmöglich.

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte diesen Zustand verbessern. Sie untersuchte im Rahmen eines Gutachtens, wie die ökologischen Eigenschaften der Schlinz durch Rückbau von Befestigungen und Rohrdurchlässen, Uferabflachungen und Änderung des Prielverlaufs verbessert werden können. Dabei prüfte sie auch, ob eine Senke im angrenzenden Grünland an die Tide angebunden werden kann und ob die Anlage von kleinen Seitenprielen möglich ist. Auch die Entwicklung von Röhrichten und Auwald stand im Fokus der Untersuchungen.

Die Studie liegt seit April 2019 vor. Sie soll nun umgesetzt werden. Im Jahr 2020 sollen die Genehmigungsunterlagen erstellt werden.

  • Rohre am Ende eines Grabens schränken den Fluss des Wassers ein
  • Die Deckwerksbefestigung verhindert die Bildung einer Vegetation zwischen Land und Wasser
  • Eine Steinschüttung schränkt den Zugang der Schlinz zur Elbe stark ein

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Maßnahme FR 1.34 HH/SH: Naturnähere Gestaltung der "Schlinz"