Lebensraum für den Schierlings-Wasserfenchel sichern

Schafbeweidung an Schierlings-Wasserfenchel-Standorten. Foto: Holger Kurz.
Wir verbessern die Lebensräume an und in der Tideelbe für eine vielfältige und typische Tier- und Pflanzenwelt. Dazu gestalten wir Ufer und Vorländer naturnäher, werten die Elbe und ihre Nebengewässer in ihrer ökologischen Struktur auf und fördern die Entwicklung eines natürlicheren Tidegeschehens.


Der Schierlings-Wasserfenchel ist vom Aussterben bedroht. Deshalb hat die Stiftung Lebensraum Elbe zusammen mit dem Landkreis Harburg ein Beweidungskonzept erarbeitet. Dessen Umsetzung begann 2015.

Der Schierlings-Wasserfenchel kommt weltweit nur im Gezeitenbereich der Elbe zwischen Geesthacht und Glückstadt vor. Er ist vom Aussterben bedroht und ist daher besonders geschützt.

Insbesondere die oberhalb Hamburgs gelegenen Standorte im Gebiet des Landkreises Harburg gingen die Bestände des Schierlings-Wasserfenchels massiv zurück. Im Jahr 2012 wurden hier nur noch fünf blühende Pflanzen gefunden. Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen waren und sind auch weiterhin unbedingt erforderlich. Als eine der Hauptgefährdungsursachen gilt hier die Beweidung des Deichvorlands durch Schafe, die den Schierlingswasserfenchel durch Verbiss und Tritt gefährden. Da einfache Lösungen nicht den gewünschten Erfolg brachten, erarbeitete die Stiftung Lebensraum Elbe in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harburg im Jahr 2013 eine Studie, die vorschlägt, die Schierlings-Wasserfenchelstandorte zum Schutz vor Schaffraß einzuzäunen.

Umsetzung ab 2015:

Die Stiftung Lebensraum Elbe fördert die Umsetzung der Studie: seit 2015 zunächst für eine Testphase von drei Jahren, nach positiven Ergebnissen seit 2018 für vier weitere Jahre.

Ziele der Maßnahme:

  • Schutz des Schierlings-Wasserfenchels
  • Aufwertung von Uferlebensräumen

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • Maßnahme 3.11 NI: Erhaltung und Förderung der Schierlings-Wasserfenchel-Vorkommen