Vielfältige Lebensräume in Ufernähe

Buhnen im Bereich Krauel. Foto SLE

Im Rahmen eines Pilotvorhabens im Bereich Krauel möchten wir untersuchen, ob und wie Buhnen in der oberen Tideelbe aufgewertet werden können. 

Hintergrund:

Buhnen, also vom Ufer in Richtung Flussmitte gerichtete Steinwälle, dienen in der Tideelbe der Schifffahrt und dem Uferschutz. Sie vermindern künstlich die Querschnittsfläche des Flussbetts und erhöhen die Fließgeschwindigkeit in der Flussmitte. Durch die hiermit verbundene Erosion vertieft sich die Fahrrinne. Entsprechend verlanden die Bereiche zwischen den Buhnen, die sogenannten Buhnenfelder, mit der Zeit. Sie werden in größeren Zeitabstanden unterhalten, der sedimentierte Sand also wieder entfernt.

Unser Projekt:

Erfahrungen aus der nicht-tidebeeinflussten Mittelelbe zeigen, dass man die Strömungen und die Strömungsgeschwindigkeiten in den Buhnenfeldern durch Einkerbung der Buhnen verändern kann. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume - und die Buhnenfelder werden für Fische und andere Wasserlebewesen viel interessanter.

Wir möchten untersuchen, ob und wie man diese Erfahrungen auf die Tideelbe übertragen kann. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden wir vier Buhnen im Bereich Krauel einkerben und anschließend die Wirkung dieser Maßnahme untersuchen.

  • Buhnenfelder. Foto SLE
  • Buhne. Blick in Richtung Buhnenkopf. Foto SLE
  • Projektgebiet in Krauel. Luftbild FHH-Atlas
  • Buhne und Buhnenfeld bei Krauel. Foto SLE
  • dynamische Strukturen im Buhnenfeld. Foto SLE
  • Spiralförmige Strömung im Buhnenfeld von Pagensand. Foto Heiko Grell

Stand Mai 2022:
Die Umsetzung soll möglichst 2022 erfolgen.

Bezug zum Integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

FR 1.2 HH/SH Erhaltung und Entwicklung von geeigneten Habitaten für Fische und Rundmäuler in Buhnenfeldern

 

Stand Mai 2022