Mehr Natur am Leuchtturm

Leuchtturm an der Bunthäuser Spitze. Foto Andreas Kreutzer/andreaskreutzer.de

Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte an der Bunthäuser Spitze neue Tidelebensräume entwickeln. Ein neu zu schaffender Pfad soll die Vielfalt der Lebensräume an der Tideelbe künftig hautnah erlebbar machen.

An der Bunthäuser Spitze im Süden von Wilhelmsburg teilt sich die Elbe in Süder- und Norderelbe. Markiert wird dieser Punkt durch einen kleinen grünen Leuchtturm - früher unverzichtbares Seezeichen, heute beliebtes Ausflugsziel. Ringsherum: rauschendes Schilf, dichter Auwald und viel Wasser. Aber auch: Flächen, die einst aufgeschüttet, mit Hybridpappeln bepflanzt wurden und nun von Brombeeren oder dem standortfremden Japanischen Staudenknöterich überwuchert werden.

Die Vordeichflächen an der Bunthäuser Spitze sind Teil des Naturschutzgebietes „Auenlandschaft Obere Tideelbe“. Die Stiftung Lebensraum Elbe möchte diese Flächen aufwerten. Wo heute Brombeeren wuchern, soll zukünftig ein von Ebbe und Flut geprägter Auwald wachsen.

Das Besondere: Dieser neu entstehende Auwald soll direkt erlebbar sein. Denn auf dem Weg zum Leuchtturm soll es zukünftig möglich werden, in die Welt der Elbe einzutauchen und sich zwischen Weiden, Uferstauden oder inmitten des bis zu vier Meter hohen Schilfs wiederzufinden. Ein neu anzulegender Erlebnispfad soll eindrucksvoll begreifen lassen, welche wertvollen Lebensräume Ebbe und Flut hier täglich gestalten.

Sachstand Dezember 2020: Die Stiftung Lebensraum Elbe hat hierzu 2020 eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, die nun teilweise umgesetzt werden soll.   

  • Brombeeren statt Auwald an der Bunthäuser Spitze. Foto SLE.
  • Hochstauden am Elbufer bei Flut. Foto SLE.
  • Blick über den Deich zur Süderelbe. Foto SLE.
  • Blick über Schilf und Elbe an der Bunthäuser Spitze. Foto Andreas Giesenberg.
  • Watt in der Bucht an der Bunthäuser Spitze. Foto SLE
  • Befestigte Ufer an der Bunthäuser Spitze. Foto SLE.

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • FR 1.6 HH/SH     Erhaltung von Auwald-Röhrichtkomplexen mit Schierlings-Wasserfenchel an Norder- und Süderelbe
  • FR 1.8 HH/SH     Verbesserung der Uferstrukturen an Norder- und Süderelbe
  • FR 1.10 HH/SH   Zurückdrängung von invasiven Neophyten an Norder- und Süderelbe
  • A 6.3 HH/SH       Vermittlung des Beitrags der Unterelbe zur Artenvielfalt
  • A 6.4 HH/SH       Vermittlung der botanischen Bedeutung des Elbeästuars
  • A 6.6 HH/SH       Entwicklung von Themen und Vermittlungswegen, die alle Generationen ansprechen
  • A 6.7 HH/SH       Verbesserung der Barrierefreiheit von Naturerlebnissen
  • A 6.9 HH/SH       Förderung der Gebietsidentität