Mehr Tide in die Aue!

Die Kleientnahmestelle bei der Wedeler Au. Foto SLE

Wie an der Wedeler Au Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt geschaffen werden können, zeigt eine Machbarkeitsstudie der Stiftung Lebensraum Elbe.

Mit einer Gesamtlänge von 12,6 km ist die Wedeler Au der längste in Hamburg entspringende Elbnebenfluss. Bis zum Mühlenteich in der Stadt Wedel steht sie unter dem Tideeinfluss der Elbe. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wedel und dem Kreis Pinneberg untersuchte die Stiftung Lebensraum Elbe, wie die Wedeler Au und ihre tidebeeinflussten Nebengewässer unterhalb der Stadt Wedel aufgewertet werden können. Uferabflachungen und Anlage von Prielsystemen stehen dabei genauso im Fokus wie die Anlage von Tümpeln oder die Entfernung von Rohrdurchlässen.

Stand April 2019:

Eine von der Stiftung Lebensraum Elbe beauftragte Machbarkeitsstudie liegt vor. Mit den zuständigen Behörden ist ein Umsetzungskonzept abgestimmt. Die Umsetzung wird begonnen, sobald die Bauarbeiten am Sperrwerk der Wedeler Au abgeschlossen sind und der Tideeinfluss in der Wedeler Marsch regelungskonform gewährleistet ist.

  • Die Wattflächen der Wedeler Au bieten einen einzigartigen Lebensraum
  • Eine Insel in der früheren Kleientnahmestelle mit diversen Booten bei grauem Himmel
  • Alte Pontons aus Holz in der Kleientnahmestelle umring von Schilf mit Bäumen im Hintergrund  bei grauem Himmel
  • Angelegter Graben im Bereich der tidebeeinflussten Wedeler Au mit angrenzenten Grünflächen und einem Wanderweg
  • Der ehemalige Hafen in der Wedeler Au bei Niedrigwasser mit einem Steg am Ufer und Sperrmüll am Ufer
  • Wedeler Au bei Ebbe mit Holzsteg und Booten im Hintergrund

Ziele der Maßnahme:

  • Erhaltung, Aufwertung und Wiederherstellung von Tide-/ Auenbiotopen
  • Erhaltung, Aufwertung und Wiederherstellung von Prielstrukturen und zeitweilig wasserführenden Kleingewässern
  • Verbesserung der Voraussetzungen für die Herausbildung einer ästuartypischen Dynamik insbesondere im Bereich der Ufer
  • Verbesserung der Lebensräume für eine vielfältige und ästuartypische Tier- und Pflanzenwelt
  • Entwicklung von Standorten zur Ansiedlung des Schierlings-Wasserfenchels

 

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • FR 3.7 HH/SH: Wedeler Au: Erhaltung der stadtnahen Möglichkeiten des Naturerlebnisses
  • FR 3.9 HH/SH: Ansiedlung des Schierlings-Wasserfenchels bei Wedel
  • A 4.3 HH/SH: Erhaltung von naturnahen Ufern und Entwicklung von naturnäheren Ufern mit ästuartypischen Tideröhrichten
  • A 4.4 HH/SH: Entwicklung / Reaktivierung von Prielsystemen