Der Stint gehört zu den Schlüsselarten der Tideelbe. Zwischen 2013 und 2018 war der Stintbestand in der Elbe rückläufig. Mit dem Ziel, Maßnahmen zur Förderung des Stintbestands zu entwickeln, haben wir verschiedenste Untersuchungen beauftragt.
Der Stint (Osmerus eperlanus) ist ein schlanker, silbrig glänzender Meeresfisch. Er wird 15 bis 18, aber maximal 30 cm groß und bis zu sechs Jahre alt. Er lebt in den europäischen Küstengewässern und zieht im Winter zum Laichen die großen Flüsse hinauf. Über den Sommer ziehen die Tiere, auch die Jungfische, zurück Richtung Meer.
Im Februar und März, wenn die Wassertemperatur über sechs °C steigt, wandert der Stint auch die Tideelbe hinauf. Er laicht heute vornehmlich über den sandigen Bereichen und ernährt sich überwiegend von Planktonkrebsen. Selbst ein Raubfisch, dient er anderen Tieren, z. B. Zander, Zwergmöwe oder Kormoran, als Nahrung. Die Flussseeschwalbenkolonie bei Neufeld in der Elbmündung ernährt sich hauptsächlich vom Stint und passte ihren Lebenszyklus völlig an die Stintwanderungen an. Auch der Mensch schätzt den Stint als leckeren Speisefisch.
Früher kam der Stint in großen Mengen in der Elbe vor. Durch die Verschmutzung der Elbe ging sein Bestand zurück. Er erholte sich deutlich, nachdem sich die Wasserqualität ab den neunziger Jahren wieder verbesserte.
Zwischenzeitlich hat sich dies geändert. Nachdem die Fangmengen der Fischer ernstzunehmende Hinweise auf einen Rückgang des Stintbestands in der Tideelbe gaben, beauftragten wir eine Analyse verschiedenster Daten, um Rückschlüsse auf die Entwicklung der Stintpopulation in der Tideelbe und ihre Ursachen zu ziehen und Empfehlungen zur Förderung des Stintbestands zu geben.
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Stand April 2025