Dünen an der Tideelbe fördern

Dünen in der Borghorster Elblandschaft. Foto SLE

Dünen gehören zum Lebensraum Elbe ebenso wie Feuchtwiesen, Wattflächen oder Tideauwälder. Die Stiftung Lebensraum Elbe unterstützte den Erhalt der offenen Dünen im Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft.

Dünen in der Flusslandschaft? Im Laufe ihrer Entwicklung schuf die Tideelbe unzählige verschiedene Lebensräume - darunter auch Dünen, die aus den Ablagerungen des mitgeführten Flusssediments entstanden sind. Winde haben die feinen Elbsande an die Ränder des Elbetals geweht und zu Dünen aufgetürmt – heute seltene und wertvolle Lebensräume.

Diese direkt an die feuchten Borghorster Elbwiesen angrenzenden trockenen Standorte bieten optimale Bedingungen für zahlreiche wärmeliebende Tierarten wie Heuschrecken, Bienen oder andere Insekten. Auch viele an diese speziellen Standortbedingungen besonders angepasste seltene Pflanzenarten wie das Silbergras wachsen hier – der Trockenheit und Nährstoffknappheit trotzend.

Ziel des Projektes war es, die besonders wertvollen offenen Sandbereiche zu vergrößern und damit die Wertigkeit dieser seltenen Lebensräume zu verbessern. Dafür wurden nichtheimische Pflanzen wie die Spätblühende Traubenkirsche aktiv entfernt. Durch das sogenannte „Ringeln“ – das Schälen der Rinde während des Safttriebes - wurde diese Art am Wachsen gehindert. Dadurch wurden nicht nur die offenen Dünenbereiche vergrößert, sondern auch - durch das entstehende Totholz - wertvolle Strukturen für Insekten und Vögel geschaffen. Die Stiftung Lebensraum Elbe förderte das Projekt.

Projektträger: Gesellschaft für ökologische Planung e.V.

Projektlaufzeit: August 2016 - Juli 2018