Tidelebensräume auf der Elbinsel schaffen

Die Elbinsel Pagensand von oben im Jahr 2009. Foto Heiko Grell

Wie können die für die Tideelbe typischen Tiere und Pflanzen noch mehr von der Elbinsel profitieren? Die Stiftung Lebensraum Elbe untersuchte, wie wertvolle Tidelebensräume am Ufer und im Inneren der Insel entwickelt werden können.

Aktuelles

August 2018: Die Machbarkeitsstudie liegt vor. Ihre Umsetzung wird abgestimmt.

Das Projekt

Pagensand, früher eine Sandbank, ist heute eine mehrfach aufgespülte und weitgehend befestigte Insel in der Tideelbe. Auwälder, Röhrichte, aber auch Trockenrasen, Gräben und Gewässer bilden ein Mosaik unterschiedlicher, wertvoller Lebensräume.

Der integrierte Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar sieht für Pagensand den Rückbau eines Deckwerksabschnittes sowie eine Offenhaltung der Feuchtgrünlandflächen vor. Letztere hat sich als nicht möglich erwiesen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Flächen, die ihren ökologischen Wert inzwischen verloren haben, zu Tidelebensräumen zu entwickeln.

Die von der Stiftung Lebensraum Elbe vorgelegte Machbarkeitsstudie zeigt,

  • wie die vorhandenen Buhnenfelder modifiziert werden können, um die hydraulische Belastung der Uferröhrichte zu senken,

  • wie das tideabhängige Graben- und Prielsystem erweitert werden kann, dass die Tide weiter in die tiefer liegenden Flächen der Insel geführt wird,

  • wie die Auenentwicklung gefördert werden kann.

Bezug zum integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

  • A 4.4 HH/SH, Entwicklung / Reaktivierung von Prielsystemen
  • FR 4.22 HH/SH, Naturnähere Ufergestaltung auf Pagensand