Ideen für die ökologische Aufwertung

Begradigte Roddau. Foto SLE

Mit unserer Studie haben wir unterschiedlichste Vorschläge für die Renaturierung der Roddau vorgelegt.

Die Roddau fließt zwischen Rottorf und der Mündung in die Ilmenau schnurgerade durch die Landschaft. Dieser tidebeeinflusste Gewässerabschnitt wird beidseitig von hohen Verwallungen begleitet. Vorland ist kaum vorhanden. Aufgrund ihrer Struktur ist sie für Fische und Neunaugen wenig attraktiv. Wir haben uns daher gefragt, wie hier wieder ein lebendiges Gewässer entstehen könnte. Unsere im November 2021 vorgelegte Machbarkeitsstudie zeigt auf, wie man hier

  • einen naturnahen, mäandrierenden Gewässerlauf schaffen könnte,

  • Eigendynamik zulassen könnte,

  • Tide- bzw. Auenbiotope als Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln könnte,

  • die Gewässerstruktur verbessern könnte,

  • die Mündung in die Ilmenau für Fische durchgängiger gestalten und

  • Überflutungsflächen zur Dämpfung von Hochwasserspitzen der Ilmenau schaffen könnte.

Unsere Studie liegt den zuständigen Institutionen vor. Sie kann im Rahmen der ohnehin anstehenden Umgestaltung und Ertüchtigung der Verwallungen berücksichtigt werden.

Fotos von der Roddau:  

  • Binnendeichs für den Kiebitz angelegtes flaches Gewässer. Foto SLE
  • Birkenwäldchen in Roddau-Nähe. Foto SLE
  • Schnurgerade zieht sich die Roddau durch die Niederung. Foto SLE
  • Sandrippel in der Roddau - Indikator für einen schlechten ökologischen Zustand. Foto SLE
  • Eine steile Sohlrampe Sohlgleite behindert den Fischaufstieg von der Ilmenau in die Roddau. Foto SLE
  • Diese Sumpfbiotope im Vorland der Roddau sind rar. Foto SLE

Bezug zum Integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar:

3.4 NI: Maßnahmen zur Erhöhung des Flächenanteils an ästuartypischen Biotopen bzw. Einzellebensraumtypen in Teilräumen mit aktuell geringem Flächenanteil

3.8 NI: Maßnahmen zur Förderung von naturnahen Ufern mit Tideröhrichten und feuchten Uferstaudenfluren

3.14 NI: Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeitin die Mittelelbe und die Elbenebenflüsse