Auwälder für die obere Tideelbe

Auwald an der Tideelbe. Foto SLE

Wir pflanzen Weiden an ausgesuchten Stellen, um die an der Tideelbe selten gewordenen Auwälder wieder zu entwickeln.

Auwälder, die früher die Flussufer säumten, stehen heute auf der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen und sind von "vollständiger Vernichtung bedroht". Durch Deichbau und Besiedlung wurden die Flussauen mit ihren Wäldern größtenteils von den Flüssen getrennt. Die Folge: Nur noch wenige Flächen haben regelmäßigen Kontakt mit dem Wasser. Viele der besonders vielfältigen Lebensräume für Tiere und Pflanzen gingen verloren.

Weltweit besonders selten sind die Tideauwälder - Auwälder, die durch die Gezeiten beeinflusst werden. Eindrucksvolle Beispiele findet man in den Naturschutzgebieten Schweenssand und Heuckenlock in Hamburg oder in der Nähe des Haseldorfer Hafens. 

Entlang der oberen Tideelbe zwischen Geesthacht und der Bunthäuser Spitze findet man verbliebene Tideauwaldreste nur noch vereinzelt. Die auf sehr kleine Bereiche im Deichvorland beschränkten Strukturen bestehen zum Teil aus standortfremden Gehölzen, die die Entwicklung eines typischen Auwalds erschweren.

Wo es möglich ist, möchten wir diese wertvollen Lebensräume wieder herstellen. Unsere Projekte:

  • Tideauwald in Schweenssand. Foto Johannes Arlt
 

Bezug zum Integrierten Bewirtschaftungsplan für das Elbeästuar (IBP):

Ziele und Vorschläge des Maßnahmenschwerpunkts 5.2.4 "Auenwälder" des IBP